Polemik

Weniger ist mehr!

Nationalrat. (Symbolbild)

Nationalrat. (Symbolbild)

Der Nationalrat genehmigte gestern in der Budgetdebatte einstimmig (185 zu 0 Stimmen) 160 000 Franken für einen zusätzlichen Sitzungstag in der nächsten Sondersession. Da bleibt uns fast das Znüni im Hals stecken.

Selten ist man sich im Bundeshaus so einig, getreu dem Motto: Harte Arbeit kostet eben. Die dreiwöchige Session beginnt montags um 14.30 Uhr und schliesst donnerstags 13 Uhr. Freitag ist, wie der Name schon sagt – frei.

Der späte Sitzungsbeginn wird mit der weiten Anreise einzelner Parlamentarier begründet. So auch der frühe Sitzungsschluss, wegen der Rückkehr. Würde die Sitzung montags um 2 Stunden vorverlegt und am Donnerstag bis 17 Uhr verlängert, gewänne man pro Sessionswoche 6 Stunden Diskussionszeit. Der Sitzungsmarathon würde kompakter und An- und Rückreise wären immer noch zumutbar. So könnte auf den zusätzlichen Sitzungstag verzichtet werden. Auch die Bundeskasse freut es, wenn weniger ausgegeben wird.

Noch ein zweiter Spartipp: Das Geschäftsvolumen der Politiker ist immens. Selber schuld! Es ist fast ein Sport geworden, möglichst viele Vorstösse einzureichen – selbst wenn diese absolut chancenlos sind. In diesem Sinne: manchmal ist weniger eben mehr, liebe PolitikerInnen!

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