Butter- und Fleischberg, Milch- und Weinschwemme: Das war einmal. Die haben wir ausgetrunken und abgetragen – und tragen sie vielleicht nun als ein paar Kilos zu viel auf unserer Hüfte mit. Das ist weiter nicht beunruhigend. Was mich im Moment beschäftigt, sind die Kürbisberge. Vor Bauernhöfen und auf den Feldern entlang der Hauptstrassen, auf den Märkten und in den Supermärkten türmen sich die orangefarbigen Brocken.

Der Neftenbacher Beni Meier wurde eben Europameister und hat seinen eigenen Weltrekord dieses Jahr gleich mehrfach verbessert. 1054 Kilogramm Gewicht brachte sein Monsterkürbis auf die Waage.

Hier bahnt sich eine neue Weltbedrohung, ein Horror an! Mit der Klimaerwärmung und wegen der unkontrollierten Samenvermehrung wuchern bald überall Kürbisgiganten, türmen sich die Kürbisberge hoch wie der Himalaja. Unabbaubar. Trotz Zwangskürbissuppenessens drohen Kürbis-Murgänge und Billionen Hektoliter Kürbissuppe und Kürbisbrei werden die Welt überschwemmen wie einst die Sintflut. Wer baut eine Arche Noah? Und wer löffelt am Schluss die Suppe aus? (sa)