Aber dann entdeckten irgendwann die Grossverteiler das grüne, nach Knoblauch duftende (manche sagen: stinkende) Kraut. Seither gibt es kein Entkommen mehr. Und zwar bereits ab Anfang März, obwohl die Pflanze in unseren Gegenden erst ab April Saison hat. Wo die Tonnen von Bärlauch wohl herkommen? Irgendwo müssen riesige Bärlauch-Plantagen existieren.

Jedenfalls gibt es offenbar nichts, was sich nicht mit Bärlauch «veredeln» liesse: Mit Bärlauch gefüllter Brie, der allerdings oft liegen bleibt und später zu massiv reduzierten Preisen verkauft wird. Die verschiedensten, mit Bärlauch verfeinerten Würste, mit Bärlauch gefüllte Ravioli, Bärlauch-Pizza, Bärlauch-Spätzli und selbstverständlich Bärlauch-Blätter im Salat. Wann kommen wohl Bärlauch-Joghurt, Bärlauch-Glace, Bärlauch-Schoggi und Bärlauch-Torten? Oder gibts das schon?

Bei so viel Bärlauch möchte man Peach Weber zurufen: Bitte texte deinen Song neu – «überall hets Bärlauch dra».