Schweizer Brände sollen durch Finanzhilfen vom Staat konkurrenzfähiger werden. Schliesslich führen die Tiefpreise besonders die Jugendlichen in Versuchung, sich an der Tankstelle eine Flasche Billig-Wodka zu kaufen und sich ins Koma zu saufen. Aber ob die Jungen dann lieber zur Grappa-Flasche greifen, nur weil sie ein paar Franken billiger geworden ist? Seit Jahren warnen Präventionskampagnen vor Besäufnissen. Nun soll der Bund den Spirituosenproduzenten finanziell unter die Arme greifen – ein Widerspruch für Befürworter der Alkoholprävention. Die Geldzuschieberei riecht nach Vetterliwirtschaft.

Zumindest die Naturfreunde können sich über die vorgeschlagene Unterstützung freuen. Blühende Obstbäume auf den Feldern, reife Beeren an den Waldrändern – dank dem Bund schmücken diese weiterhin die Schweiz. Denn der inländische Schnaps soll ja auch mit einheimischen Rohstoffen gebrannt werden. Aber egal, ob wir uns mit einheimischem oder ausländischem Schnaps betrinken – Kopfweh gibt’s am nächsten Tag so oder so. (ifr)