Polemik

Stümperhafter geht es nicht

Lobbyisten gelingt es nicht ihr schlechtes Image abzulegen. (Archiv)

Lobbyisten gelingt es nicht ihr schlechtes Image abzulegen. (Archiv)

Lobbyisten versuchen ihr negatives Image zu korrigieren. Trotzdem gelingt es ihnen nicht. Vielleicht, weil das Negativimage immer noch zutreffend ist?

Lobbyisten lobbyieren regelmässig für ihren Ruf und ihr Ansehen in der Öffentlichkeit. Trotzdem gelingt es ihnen nicht, ihr Negativimage abzustreifen. Vielleicht, weil es in zu vielen Fällen immer noch zutreffend ist?

Was eine Zürcher Lobbying-Agentur – laut Eigenwerbung das «führende Beratungsunternehmen in der Schweiz für strategische Kommunikation und Public Affairs» – in den letzten Tagen an Peinlichkeiten geboten hat, lässt nur eine Reaktion zu: Kopfschütteln.

Wie die «Basler Zeitung» publik machte, hat das Beratungsunternehmen im Auftrag eines Energiekonzerns ein geheimes Strategiepapier geschrieben, das sich wie eine Anleitung zur verdeckten Manipulation von Politikern, Medien und Öffentlichkeit liest. Seither steht die Agentur in den Schlagzeilen.

Doch statt Verantwortung zu übernehmen, Asche übers Haupt zu streuen, haute sie einen obendrauf und verhöhnte ihre Kritiker auf Facebook als «kleine Neider». Dem Journalisten, der das Papier veröffentlichte, jagte sie einen Anwalt auf den Hals. Mit dem Resultat, dass der Berufsstand der Lobbyisten eine Zusatzwoche Negativpresse bekommt. Mit Verlaub: Stümperhafter geht es nicht.

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