Polemik

Schweizerische Bundesbahnen: Selten so viel gewarnt worden

Fahrplanwechsel: Die Abfahrtstafel der Züge im Zürcher Hauptbahnhof zeigt am Sonntag neue Abfahrtszeiten an. Es lohnt sich, vor einer Zugreise einen Blick auf den neuen Fahrplan zu werfen. (Archiv)

Fahrplanwechsel: Die Abfahrtstafel der Züge im Zürcher Hauptbahnhof zeigt am Sonntag neue Abfahrtszeiten an. Es lohnt sich, vor einer Zugreise einen Blick auf den neuen Fahrplan zu werfen. (Archiv)

Es war der grösste Fahrplanwechsel seit Einführung der Bahn 2000. Und siehe da: Die meisten Pendler haben diesen «Chrampf» am Montagmorgen auch gut überstanden.

Die Organisation war tadellos. Nur vereinzelt verhinderten verirrte Zugpassagiere ein fahrplanmässiges Weiterreisen. Danke, liebe SBB! Doch jetzt kommt mein «aber»: Ich weiss nämlich wirklich nicht, ob ich so viele Erinnerungen gebraucht hätte.

Nein, ich bin sogar sicher, es waren zu viele. Begleitet wurden wir «wie die Schafe» auf Schritt und Tritt. Nicht genug, dass wir beim Internet-Surfen «belästigt» wurden. Auch in den Zügen wurden wir mit entsprechenden Hinweisen auf den grossen Tag vorbereitet.

Meiner Meinung nach müssen die Menschen nicht für so dumm verkauft werden. Ich fürchte mich vor amerikanischen Verhältnissen, wo das Anstehen eingetrichtert wird.

Und ich möchte nicht, dass wir künftig auf Schritt und Tritt von freundlichen Stimmen begleitet werden, die uns auf dies und jenes hinweisen. Wer es nicht begreift, der soll es gefälligst lernen. Wer den Fahrplanwechsel am ersten Tag nicht mitbekommt, der weiss spätestens am zweiten Tag, dass er sich umgewöhnen muss.

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