Polemik

Schweizer Bier? Deutsches ist doch eh besser!

Drei junge Frauen am Oktoberfest in München.

Drei junge Frauen am Oktoberfest in München.

Sie trinken zum Feierabend ein Feldschlösschen und in den Ferien im Bündnerland ein Calanda? Und dies, weil Sie sich bewusst für Schweizer Gerstensaft entschieden haben?

Ihnen ist sicher bekannt, dass Feldschlösschen seit Jahren zu Carlsberg gehört und Eichhof zu Heineken. Der dänische und der holländische Bierkonzern teilen sich den Biermarkt in der Schweiz zu einem grossen Teil auf.

Was ist nun der Unterschied, wenn die Beamten in Bern mit ihrer – zugegeben – bürokratischen Swissness-Vorlage Schweizer Bier verhindern könnten, weil Trinkwasser plötzlich als unschweizerisch gilt (die beiden anderen Zutaten Hopfen und Malz werden grösstenteils aus dem Ausland importiert)? Beim Trinken meiner Stange beduselt mich eh der fremde Malz dank Hefegärung und nicht das Wasser vom Gletscherbach in den Alpen.

Am liebsten greife ich seit meiner Studienzeit in Deutschland sowieso zu Bieren aus dem Nachbarland: Was gibt es Besseres als ein Weizenbier im typisch hohen Glas mit übermässigem Schaum?

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1