Bei Luxusautoherstellern gibt es spezialisierte Haptik-Teams, die den Innenbereich auf tast-sinnliche Gefälligkeit – wörtlich – abtasten. Dieses Einbauen und Nachrüsten ist hier zwar nicht gemeint. Die Revolution unserer Wahrnehmung sehen die Auguren vielmehr in Technologien, bei denen Körperlichkeit schon im frühen Entwicklungsstadium mitbedacht ist. Aber auch die funktionale Integration von Soft- und Hardware, von Berühr- und Unfassbarem, ist kaum ein disruptives Novum.

Dass eine mit epochalem Pathos ausgerufenen Ära keine Entsprechung in der Wirklichkeit haben muss, zeigte pünktlich zur Jahrtausendwende die New Economy. Mit dem Platzen der Tech-Blase an den Börsen platzte schon zu Beginn der vermeintlichen Zeitenwende auch der Traum, die Digitalisierung habe die Fesseln von Schwerkraft und Buchhaltung endlich gesprengt.