Zu gross die Angst von Sousa, gegnerische Spione könnten seine taktischen Spielchen erahnen. Aber auch seine Art, das Team während der Partie zu begleiten, ist irgendwo zwischen gewöhnungsbedürftig und unaushaltbar anzusiedeln. Während 90 Minuten fuchtelt Sousa wie wild an der Linie herum, keine zwei Minuten vergehen, ohne dass er einen Spieler zusammenstaucht.

Die «SonntagsZeitung» fand für Sousa folgerichtig einen passenden Ausdruck: «Der nervende Hektiker an der Seitenlinie». Seine Gestik erinnert irgendwie an den unnötigen Aktionismus eines Pep Guardiola. Mit dem einzigen Unterschied, dass Sousa sein Hemd nicht in den Hosen trägt und es deshalb immerhin nicht auch noch ständig zurechtzupfen muss. Aber vielleicht kommt auch das noch. Und wie erklärt Sousa seine Hektik an der Seitenlinie? Erst versteht er die Frage nicht. Dann versucht er, sich in die Ironie zu retten: «Wissen Sie, bevor ich Fussballer und Trainer war, habe ich eben Schauspielerei studiert.» (ewu)