Polemik

Normal heisst jetzt «Plus Size»

«Plus-size»-Models auf dem Laufsteg an der Fashion Week

«Plus-size»-Models auf dem Laufsteg an der Fashion Week

An der diesjährigen «Fashion Week» in New York, Mailand und Paris begaben sich einige Designer auf ungewohntes Terrain: Sie schickten sogenannte «Plus Size»-Models über den Laufsteg.

In Übergrössen-Mode versteht sich. Ich bin definitiv für Abwechslung in der manchmal sehr eingefahrenen Modewelt und mir gefallen die kurvigen Models.

Doch warum müssen sie als XXL-Models verkauft werden? Einige sind wahrscheinlich tatsächlich übergewichtig, die meisten jedoch sehen aus wie jede normalsterbliche Frau, die mir an der Kasse im Supermarkt begegnet und die neben dem Kilo Rüebli noch eine Tafel Schokolade aufs Laufband legt.

Die Modeindustrie hat den Trend um die XXL-Models erkannt: Die spanische Modekette Mango hat beispielsweise vor einem Jahr eine «Plus Size»-Linie mit Kleidungsstücken ab Grösse 40 lanciert.

Dies entspricht der durchschnittlichen Konfektionsgrösse der Schweizer Frauen ohne Laufstegambitionen. Den Modedesignern ist das ziemlich egal: Sie kennen nur mager oder dick. Alles dazwischen, die normalen, sportlichen, kurvigen und weiblichgeformten Frauen, werden ignoriert.

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