Polemik

Nervt euch nur – aber bezahlt es auch

Gut oder schlecht? Digitale Werbeplakate in Schweden – so soll es in Zürich bald auch aussehen.

Gut oder schlecht? Digitale Werbeplakate in Schweden – so soll es in Zürich bald auch aussehen.

Zürich, die Grossstadt. Wer aus dem Diemtigtal, dem Misox oder dem Centovalli stammt, der würde dies sofort unterschreiben. Wer in einer echten Metropole lebt, wohl kaum.

Doch nun macht die Limmatstadt einen Schritt in Richtung US-Metropole – ab kommendem Jahr sollen digitale Werbebildschirme und Plakatdrehsäulen auf öffentlichem Grund stehen. Eine Prise Fifth Avenue an der Bahnhofstrasse.

Dagegen regt sich nun Widerstand. Mittels Petition will die IG «Plakat, Raum, Gesellschaft» den Stadtrats-Entscheid rückgängig machen.

Wie die Drahtzieher ticken, konnte man kürzlich auf Radio SRF hören. Ihnen ist auch die grossflächige Digital-Werbung im Zürcher Hauptbahnhof ein Dorn im Auge. «Es gibt so ein unruhiges Gefühl, überall flimmert und flackert es», sagte Petitionär Christian Hänggi.

Das stimmt. Nur: Was ist daran schlimm? Die – nicht geringen – Werbeeinnahmen fliessen in die Kassen der Bundesbahnen. Wetten, unter den Stänkerern finden sich auch solche, die sich alljährlich über den Preisaufschlag bei den Tickets nerven?

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