Polemik

Nach Strome drängt, am Strome hängt doch alles

Ein Smartphone ohne Akku – in der heutigen Gesellschaft undenkbar! (Symbolbild)

Ein Smartphone ohne Akku – in der heutigen Gesellschaft undenkbar! (Symbolbild)

Sie können nicht mehr ohne sein. Sie hängen daran wie der Raucher an der Zigarette. Wie der Alkoholiker an der Flasche. Wie der Fixer an der Nadel. Die Smartphone-Süchtigen.

Sie brauchen es in der Nacht. Und immer öfter auch am Tag. Zu Hause, am Schreibtisch, im Auto, in der Bahn: Überall stecken sie ihr Ding rein. Sie kennen keine Scham.

Doch es geht noch schlimmer: Neuerdings tragen sie stets einen kleinen Stromklotz mit sich herum — in Schwarz, Rot oder Gold. Wie ein Schütze sein Reservemagazin. Wie ein Langläufer seinen Powerriegel. Und wenn ihnen die Energie ausgeht, hängen sie den Klotz an. Auch wenn das total läppisch aussieht: Sie freuen sich wie kleine Kinder über ihr neues Spielzeug. Das ist einfach nur infantil. Wirklich.

Übrigens: Letzte Nacht habe ich vergessen, mein Handy einzustecken. Zum Glück habe ich vor kurzem selbst einen solchen Klotz gekauft: eine Zusatzbatterie. So konnte ich mein Handy während der morgendlichen Redaktionssitzung aufladen. Bequem, nicht?

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