Koks, Gras, Valium?», fragen die schummrigen Gestalten nachts – und auch tagsüber – auf der Zürcher Langstrasse. Sie flüstern und nuscheln. Sie schauen dir auch nicht direkt ins Gesicht, bleiben sogar nicht einmal stehen.

Ja, sie wollen ihre Drogen quasi im Vorbeigehen verticken. Klar, das ist unheimlich und lästig, aber wenigstens weisst du gleich, was sie wollen (und im Angebot haben), kannst weiterlaufen, höflich «Nein, Danke» sagen oder eben den Preis verhandeln.

Jetzt haben die Dealer an der Langstrasse eine neue Masche: Sie halten dich an, verwickeln dich in ein Gespräch, fragen nach dem Weg zur Bar XY oder ob du Geld wechseln kannst.

Dann – du zückst schon hilfsbereit das Handy oder das Portemonnaie für sie – bieten sie dir Drogen an.

Wenn man mit diesen fiesen Typen so lange spricht und sie einem so nahe sind, ist das wahrhaftig noch unheimlicher und lästiger.

Liebe Drogendealer, bitte sagt doch direkt, was ihr von uns wollt (oder was ihr für uns habt) und stehlt nicht unsere kostbare Zeit und nützt erst recht nicht unsere Hilfsbereitschaft aus. Deal?