Aber früher hat man kurz vor dem Treffen nicht noch zwei Mal angerufen und fünf Whatsapp-Nachrichten geschrieben, um Unnötiges mitzuteilen wie: «Bin 5min zu spät, sorry» oder «Ich bin schon da:-)». Oder «Bin im Tram, gleich da.» Man denkt sich dann: mir doch wurscht. Komm jetzt.

Die kleinen Dinger – okay mittlerweile sind sie schon gross – vereinfachen unser Leben und unsere Kommunikation zweifellos. Aber seit wir diese Geräte ständig in unseren Fingern winden, tippen wir – Pardon – jeden «Scheissdreck» darauf, schicken jede noch so unbedeutende Nachricht ab und das, obwohl wir die Person ohnehin in zehn Minuten sehen. Es scheint, als ob wir uns seit der Erfindung des Handys weniger bemühen, «Abgemachtes» einzuhalten. Schliesslich können wir einfach und bequem hinhalten, rechtfertigen oder gar absagen. Ist der profane Alltag, der uns vor «zu» grosse organisatorische Herausforderungen stellt, schuld? Oder ist uns langweilig? Ich sehne mich nach FRÜHER, als abgemacht noch abgemacht war.