Essen

Gurken – der grüne Graus

Essiggurken.

Essiggurken.

Es ist zum Haareraufen. Und damit meine ich nicht jene auf meinem Haupt, sondern auf meiner Zunge, die Signale an meine Geschmacksnerven weiterleiten.

Zum Beispiel das «Wääääh» wenn ich wieder einmal ein Fertigsandwich aus dem Coop oder der Migros verzehren will. Denn: Natürlich liegt eine Gurke drin!

Ich hasse Gurken. Mich graust es schon, sie zu erspähen, mit meinen Augen ihr schrumplig-glitschiges Antlitz abzutasten. Und nur schon wenn ich eine Gurke rieche, zieht sich in meinem Bauch alles zusammen, wie eine verzweifelte Widerstandstruppe vor dem letzten Gefecht.

Im Regal in ein anderes Fach zu greifen, ist purer Käse. Seit Jahren suche ich nach gurkenlosen Alternativen. Doch es gibt sie einfach nicht! Offenbar ist es in der Migros und im Coop Vorschrift, jedes Schinken- und Salamisandwich mit grünem Graus auszustatten. Den Übeltäter aus dem Brötchen zu entfernen, hilft nur wenig: Längst hat sich der widerliche Gurkensaft im Fleisch und Brot festgesaugt. Wäääääääääh! Herr Sutter und Herr Bolliger, was ist nur los bei euch? Werden die beiden grössten Schweizer Detailhändler von einer grünen Eminenz regiert? Ich fordere: Nieder mit dem Gurken-Diktat!

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