Atemberaubende Zeitlupe, Tor-Kamera, Experte im Studio, Feldreporter an der Bande – alles an Bord. Nur funktioniert nicht alles. «Wir müssen hinten gut stehen und vorne die Tore machen.» Toll. Denn erst jetzt wissen wir, worum es im Eishockey geht.

Solche und ähnliche Weisheiten bekommen wir von jedem x-beliebigen Spieler in jeder x-beliebigen Drittelspause bei jedem x-beliebigen Spielstand übermittelt.

Nichts gegen den Feldreporter. Denn dieser ist das Schlusslicht im Umzug. Auch nichts gegen die Spieler, denen wegen Sauerstoffmangels gar nichts anderes übrig bleibt,
als Floskeln in der Endlosschlaufe zu dreschen.

Aber einiges gegen diese Flash-Interviews, die keinen Erkenntnisgewinn liefern und sofort ersatzlos gestrichen werden können. Wenigstens dann, wenn wie gestern Mario Rottaris als Experte im Studio sitzt und Stefan Bührer das Spiel kommentiert. Wenn aber Lars Weibel als Experte und Claude Jaggi als Reporter eingesetzt werden, braucht es zwecks Unterhaltungswert sogar die Flash-Interviews.