Er triumphiert bei zwei Grand-Slam-Turnieren, er gewinnt sagenhafte 31 Spiele in Serie, er ist die klare Nummer 1 in seiner Sportart. Bei der Wahl zum Schweizer Sportler des Jahres wird er aber von Motorradsportler Tom Lüthi übertrumpft. Ein Witz.

Vorgestern Sonntag gab es ein neues Müsterchen davon, wie willkürlich die Swiss Sports Awards sind – diesmal einfach mit umgekehrten Vorzeichen. Federer holte sich den Titel zum insgesamt sechsten Mal. Ohne Zweifel spielte er eine gute Saison, der Sieg eines Grand-Slams blieb ihm jedoch verwehrt.

Ganz im Gegensatz zu seinem Freund Stanislas Wawrinka, der sensationell die Australian Open gewann und sich beim Davis-Cup-Sieg als Teamleader bewies. Wer, wenn nicht er, hätte Sportler des Jahres werden müssen? Die Romandie ist halt weit weg.