Kaum in den Ständerat gewählt, prügelte der Schaffhauser auf seine Ratskollegen ein: «Tubel-Vorschläge» würden sie einreichen. Vor einer Woche behauptete er im «SonntagsBlick: «Unpatriotisch» sei, wer im Ausland einkaufe.

Offenbar hat Minder von Volkswirtschaft keine Ahnung: Wer beim Geldausgeben sein Portemonnaie schont, verhält sich gemäss Lehrbuch der Marktwirtschaft ökonomisch richtig. Vor allem aber: Hierzulande rupfen clevere ausländische Markenproduzenten Konsumenten mit überhöhten Preisen. Wer solche Produkte im Ausland einkauft, schadet auch diesen Konzernen und nicht nur der Heimat.

Das ist Minder egal. Er verteidigt eisern die Hochpreisinsel Schweiz. In der SRF- «Arena» vom vergangenen Freitag sprach er sich gegen eine Revision des Kartellrechts aus. Dieses schützt auch überrissene Margen ausländischer Konzerne. Patrioten sind für Minder also diejenigen, die sich von Ausländern die Taschen leeren lassen. Ein Tubel ist, wer Minder glaubt.

Was ist Ihre Meinung?