Sie müssen da sein, um Red und Antwort zu stehen – und dazu müssen sie die oft langwierigen Debatten mitanhören. Das ist nicht immer einfach. Im Saal ist es zuweilen so laut, dass die Redner das eigene Wort kaum verstehen.

Die Nationalräte telefonieren, sie schwatzen miteinander und gehen ein und aus, wie ihnen beliebt – im Gegensatz zum Bundesrat, der brav auf seinem Stuhl hockt und zuhört. Nach jeder Nationalratsdebatte brummt dem Zuhörer der Schädel.

Das weiss auch Nationalratspräsident Stéphane Rossini, der zu berichten weiss, dass er jeweils bereits am zweiten Sessionstag Zuschriften von entrüsteten Bürgern erhalte, die sich ob des Lärmpegels im Ratssaal fürchterlich aufregen. Wem es bei den Debatten zu heiss wird, kann immerhin jederzeit kostenlos in der 14 Grad kühlen Aare den überschüssigen Dampf ablassen.