Polemik

Der Kontrolleur und sein Smartphone

Swiss Pass: Ein Billet für alles

Swiss Pass: Ein Billet für alles

Die SBB und der Verband öffentlicher Verkehr stellten heute den Swiss Pass vor. Künftig sollen GA, Halbtax und weitere Abos auf einer einzigen Karte gespeichert sein. Der Swiss Pass ist ein erster Schritt Richtung E-Ticketing.

Täglich grüsst das Murmeltier. «Guten Morgen, Billettkontrolle», ruft der Kontrolleur beim Betreten des Zug-Abteils. Wie jeden Tag halten ihm daraufhin zahlreiche Passagiere den roten Swiss- pass unter die Nase.

Mittlerweile wird in diesem Fall sofort das Smartphone gezückt, um die Karte zu scannen. Ein einfacher Blick auf das Billett reicht heutzutage nicht mehr.

Die Pendler müssen sich zuweilen wie Lebensmittel an der Migroskasse vorkommen. Erst wenn das SBB-Smartphone fröhlich piepst, ist das Billett gültig. Und wehe, das Gerät schweigt. Dann fangen die Kontrolleure an zu schwitzen.

«Werter Herr, wir haben ein Problem mit Ihrem General-Abo. Es zeigt mir hier an, dass Ihr Foto nicht mehr aktuell ist», teilt mir der sichtlich verwirrte Kontrolleur mit, der die wirren Botschaften seines digitalen Zugbegleiters wieder einmal nicht richtig zu deuten weiss.

Bei all dem «Gescanne» bleibt die Hoffnung, dass die SBB die gesammelten Passagierdaten auch im Sinne der Kunden verwenden – zum Beispiel in der Erstellung des neuen Fahrplans.

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