Letzte Woche haben US-Forscher bekannt gegeben, dass sie männliche Homosexualität nun anhand der DNA bestimmen können. Bisher habe ich die Homosexualität eines Mannes non-invasiv und mit relativ grosser Treffsicherheit anhand seines Partners bestimmen können.

Aber wenn es jemandem Vergnügen bereitet, dazu eine gesamte DNA aufzudröseln, bitte.

Verstehen Sie mich recht: Ich bin durchaus für Forschung. Hätten Leute wie Archimedes oder Franklin sich nicht ins Zeug gelegt, würden wir allabendlich unsere Badezimmer überschwemmen oder unsere Laptops mit Gas betreiben.

Deshalb fand ich mich neulich mit unserer Tochter im psychologischen Institut ein. Erforscht wurde das Empathieverhalten Anderhalbjähriger.

Konkret, wie sehr diese aus Eigeninitiative helfen. Aus Forscherperspektive wohl hoch spannend. Aus Elternperspektive hätte ich Ihnen aber gleich sagen können, dass ein Kleinkind auf dem Schoss seiner Mutter nicht aus eigenen Stücken zwei wildfremden Männern an einem wildfremden Ort zu Hilfe eilt, die am anderen Ende des Raumes herumkaspern.

Im Forschungszweig gesunder Menschenverstand hatte an diesem Morgen unsere Tochter den Psychologen eindeutig etwas voraus.