Polemik

Dem Theater Basel reichen die Basler

Es läuft zwingend darauf aus, dass viele Zürcher oder Berner kurz vor 23 Uhr aus dem Theater und zum Zug rennen.

Es läuft zwingend darauf aus, dass viele Zürcher oder Berner kurz vor 23 Uhr aus dem Theater und zum Zug rennen.

Ein Blick auf die Zeitpläne des Theater Basel.

Das Fussballspiel Basel gegen Lissabon begann am Donnerstag bereits um 19 Uhr. Ideal: Selbst Schüler konnten dabei sein, waren sie doch um 22 Uhr im Bett. Das Theater Basel startete mit seiner Oper am selben Abend um 19.30 Uhr. Die Vorstellung dauerte aber nicht 90 Minuten plus 15 Minuten, sondern 180 plus 25 Minuten Pause. Da es die Saisoneröffnung war, begann man, wie zu erwarten war, erst um 19.35. Um 22.59 fiel der Vorhang.

Zürcher oder Berner mussten vorher raus (das taten einige!) oder sich um 23 Uhr, alle nervend, durch die Reihen hangeln und dann zum Bahnhof rennen: So schaffte man den 23.13- bzw. 23.17-Zug (den angenehmen IR 23.07 nicht). Scheue Zürcher oder Berner warteten auf den 00.00-Uhr-Zug, waren um 1.25 Uhr im Bett und hatten zudem eine Taxi-«Strafe» zu bezahlen.

Unverständlich, dass das Theater Basel trotz seiner schlechten Auslastung von 60 Prozent seit Jahren mit diesen Zeitplänen auch noch die Handvoll der Zugereisten abschreckt. «Lohengrin» in Bern begann am Samstag um 18 Uhr, war 22.45 fertig, der 23-Uhr-Zug war kein Problem – nach Zürich wie Basel. Viele spätere Vorstellungen beginnen um 16 und 17 Uhr.

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