Pfötli-Blog

Olaf von der Parkbank

Mitbewohnerin Snilla

Mitbewohnerin Snilla

Ohne Tiere ist das Haus plötzlich sehr leer. So kann es ganz schnell geschehen, dass sich zu den menschlichen Zweibeinern ganz schnell wieder schnurrende oder bellende Vierbeiner gesellen.

Tatsächlich kam es in meinem Leben einmal (!) vor, dass ich ganz ohne Tiere lebte. Als sich Kater Minouk nach 17 Jahren in den Katzenhimmel verabschiedete, war das Haus plötzlich grauenhaft leer. Niemand, der um die Beine streifte, wenn man nach Hause kam. Niemand, der die Mäuseplage von draussen nach drinnen verlegte. Niemand, der morgens den Wecker mit seinem zuverlässigen 6-Uhr-Miauen ersetzte.
Gerade mal ein halbes Jahr hielten wir das aus. Dann kamen Snilla und Sayb. Natürlich ein Notfall. Die zwei Tigerli-Schwestern ertragen sich allerdings nur aus Entfernung von einem Meter. Kommen sie sich näher, wird gefetzt, dass die Katzenhaare nur so fliegen. Inzwischen sind sie zwar auch schon bald 10 Jahre alt, aber noch keinen Deut vernünftiger geworden.
Allerdings haben sie inzwischen ein neues Streitobjekt erhalten und müssen sich nicht mehr gegenseitig zicken: Jamie, unser Boarder Collie-Pudel-Chihuahua-Mischling. Ebenfalls ein Notfall, insofern, dass die Tochter einfach nicht mehr länger ohne einen Hund leben wollte. Ruckzuck ging das. Nach Jahren der Müderei hatte sie es eines Tages geschafft, den Vater um den Finger zu wickeln. Als er endlich einwilligte, musste ich noch überzeugt werden. Ich liess mich nur unter einer Bedingung damit ein: dass der Hund nicht mein Hund ist und ich somit auch nicht verantwortlich bin für das Spazierengehen. Am nächsten Tag stand er schon da – und eroberte meine Herz.
Neuerdings gibt es für die beiden Katzen noch ein weiteres Streit-Opfer: Olaf, unser Hamster. Nur leider ist da diese blöde Glasscheibe, die den direkten Kontakt zum Objekt der Begierde verhindert…
Auch Olaf war natürlich ein Notfall, ein ganz dringender sogar. So jedenfalls verkaufte es uns die Tochter, die eines Tages mit einer Schachtel nach Hause kam und behauptete, sie hätte diese samt vierbeinigem Inhalt unter einer Parkbank gefunden. Als nach einem Telefonanruf die Nachbarn mit einem Gehege samt Futter und allen nötigen Utensilien vorbeikamen, wurde ich misstrauisch. Das passte alles viel zu perfekt zusammen und wirkte einen Deut zu gut arrangiert. Am nächsten Tag outete sich die Tochter, dass sie alles schon lange vorbereitet habe – aus Vorsorge, dass wir doch nicht eingewilligt hätten in den neuerlichen Tierli-Zuwachs. Janu, ein Tier mehr oder weniger kommt nun auch nicht mehr darauf an.

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