Pfötli-Blog

Die Königin im Haus kommt auf Samtpfoten daher

Kimba gibt in unserem Haus den Ton an.

Kimba gibt in unserem Haus den Ton an.

Wo viele Tiere und ein paar wenige Menschen leben, entwickelt sich auch ganz schnell eine Hierarchie. Wir Menschen glauben ja, dass wir bestimmen, was geht. Unsere Katze Kimba glaubt es nicht, sie weiss, dass sie die Herrscherin ist.

Wenn die Leute hören, dass wir drei Hunde und sechs Katzen haben, folgt in der Regel ein leeres Schlucken, dann folgt oft die Frage „geht das denn zusammen?“. Damit ist in erster Linie die vielzitierte Hassliebe Hund-Katz gemeint. Die armen Katzen werden da nicht von wenigen bedauert.  Wo so viele Hunde sind, müssen sich ja die schnurrenden Samtpfoten ständig in Acht nehmen. Sie werden durchs Haus gejagt,  müssen ihr Futter gegen die hündische Macht verteidigen oder ihr Spielzeug wird von den bellenden Mitbewohnern kaputt gebissen. Könnte man meinen. Ist aber nicht so.

Bei uns im Haus gibt es ganz klar eine Hierarchie. Eine hat das Sagen. „Nein, nicht ich“, muss ich da zu meiner Schande betonen. Es ist auch nicht Cocker-Spaniel-Hündin Skyna. Obwohl die ja schon gerne den Ton angibt. Es ist Kimba. Die langhaarige, dreifärbige Kätzin ist die unbestrittene Königin im Haus. Sie hat uns Menschen ebenso im Griff, beziehungsweise in den Pfoten, manchmal auch an den  Krallen, wie auch die anderen Katzen und die Hunde. 

Kimba ist das, was eine Katze auch sein soll. Sie ist eigenwillig, lässt sich nicht manipulieren (was heisst, mit Leckerli bestechen geht nicht), sie holt sich ihre Streicheleinheiten ab, wann es ihr passt und nicht dann, wenn der Mensch gerade Zeit hätte. Sie ist das verschmusteste Kätzchen, das man sich vorstellen kann und im nächsten Moment ist sie die stolze, unnahbare Jägerin. Gibt es Futter, ist sie die erste, die fressen darf. Die anderen Katzen warten. Kimba liebt die Gemeinschaft mit Katz, Hund und Mensch, genauso schätzt sie aber, wenn man sie in Ruhe lässt.

Sitzt oder liegt sie auf einem der vielen Katzenbäume in unserem Haus, ist ein Vorbeigehen an diesen Bäumen nicht ganz ungefährlich. Kimba nutzt die Gelegenheit gerne, dem Vorbeigehenden – nicht selten einer der Hunde – schnell einen Pfotenhieb zu verpassen. Unsere Königin gewährt auch gerne Gästen, die bei uns zu Besuch sind, eine Audienz. Aber auch hier bestimmt sie das Mass der gewünschten Streicheleinheiten.

Für mich ist Kimba in jeder Beziehung einfach eine tolle Katze, stark im Wesen, aber auch ein aussergewöhnliches Schmusetier. Sie ist einzigartig, so wie jedes unserer anderen Haustiere auch. 

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