Die Aktien des Zürcher Warendistributors DKSH sind in den letzten sechs Monaten an der schweizerischen Börse regelrecht eingebrochen. Mit rund 75 Prozent des Gesamtumsatzes des stark expandieren Unternehmens, wird in der Wachstumsregion Asien erzielt. Diese Ausgangslage beflügelte lange den Aktienkurs, doch dies ist nun Makulatur.

Obwohl der Titel mit einem interessanten Kurs-/Gewinnverhältnis von 18 daher kommt, ist ein Engagement aktuell nicht opportun. Seit der chinesische Wachstumsmotor ins Stottern geraten ist, werden die wohl ambitiösen Ertragsziele nicht erreicht. Euphorischer sind da die Bankanalysten: Die Kurszielschätzungen sind rund 24 Prozent höher als der aktuelle Börsenwert.

Spannend ist das Unternehmen auf jeden Fall: Im Monatstakt werden neue Geschäftsvereinbarungen abgeschlossen, welches in der Zukunft das Unternehmen noch breiter abstützen werden.

Trotzdem ist es mehr als verständlich, wenn im Juli 2015 grössere Investoren, Teilpakete abgestossen haben. Und seit die Marktkapitalisierung unter die Marke von fünf Milliarden Franken gefallen ist, erscheint der Titel nicht mehr auf dem Radarschirm von Grossinvestoren.   

Daher gibt es keine Eile die Aktien auch auf diesen reduzierten Kursniveau zu kaufen. Aber der Titel weist grosses Potential, wenn sich die asiatische Situation wieder normalisiert. Und wir haben die Möglichkeit mit gedeckten Calls den Einstandspreis zu reduzieren.

Der Titel findet Aufnahme auf unserer Bobachtungsliste, ist aber nicht zum Kauf freigegeben. Die Euphorie der Banken kann ich nicht teilen. Ein Einstieg sollte bei unter 55 Franken ins Auge gefasst werden, vorher ist der Titel überteuert. 

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung.