Börsen-Blog

Credit Suisse: Minus 1.4 Milliarden innert 24 Stunden

"Money» - der tägliche Börsenblog von François Bloch.

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Im Börsen-Blog «Money» porträtiert der Experte François Bloch jeden Tag eine schillernde oder eine schlingernde Aktie. Heute: Die Aktie der Credit Suisse hat innert 24 Stunden ein grosses Minus bei der Marktkapitalisierung eingefahren.

Situation: Im Hinblick auf die nächsten Quartalszahlen der Credit Suisse vom 21. Oktober 2015, wird mit einem umfassenden Massnahmenpaket gerechnet, welche die zweigrösste Schweizer Bank präsentieren wird. Speziell im Vordergrund steht eine Kapitalerhöhung, welche zwischen fünf und acht Milliarden Franken liegen sollte, um den Richtlinien der Aufsichtsbehörden gerecht zu werden.

Dabei wird sich auch weisen, in welchem Masse es überhaupt zu Abstrichen im kapitalintensiven Investmentbanking kommen wird. Aus der Stärke operiert hingegen das Private Banking aus der Schweiz, welches für mehr als stabile Einnahmen in der Vergangenheit gesorgt hat. Interessanterweise wurde gestern Abend den allfälligen Fusionsbestrebungen mit der Julius Bär Bank eine klare Absage erteilt. Speziell die Kombination im asiatischen Privat Banking, hätte wirklich Sinn gemacht und starke Synergieeffekte ermöglicht.

Nun wird auf den grossen Wurf gewartet, welche die Grossaktionäre befriedigen, welche grosse  Hoffnungen in Tidjane Thiam setzen. Speziell der Abstand zur grössten Schweizer Bank, hat sich seit dem 1.1.2015  auf dem Aktienparkett merklich vergrössert: 20% Prozent und das ist einfach zu viel. Aus dieser Optik lässt sich einiges bewerkstelligen und ein kleinerer Stellenabbau würde mich nicht überraschen um die Renditen aus dem Geschäft zu verbessern, welche im Quervergleich Verbesserungsfähig sind.

Ich denke hauptsächlich an das US Vermögensverwaltungsgeschäft, welche mit einer extrem hohen Kostenkomponente operiert. Das Potential ist mehr als vorhanden, jetzt gilt es die entscheidenden Massnahmen zu ergreifen. Sie liegen im sprichwörtlichen Sinn auf der Hand!  

Ratschlag: Kaufmonitor: (Ja, aber nur mit einem gedeckten Call, aber erst kurz vor dem 21.Oktober 2015) – Hier empfiehlt es sich eine maximale Laufzeit des Calls mit Ausübungspreis, welcher sich rund 5% unter dem aktuellen Kurs befindet. Aktuell würde sich entweder einen Call mit Ausübungspreis von 21 oder 23 Franken (Herabsetzung gegenüber gestern) auf den März 2016 Termin empfehlen. Dabei geht es hier um die Präferenz, welches Aktienrisiko man im generellen spielen möchte. Faustregel: Desto tiefer der Ausübungspreis, desto kleiner ist die prozentuale Gesamtperformance, wenn die Option ausgeübt wird.

Wer die Börsentipps aus dieser Kolumne umsetzt, tut dies auf eigenes Risiko. Wir übernehmen keine Verantwortung.

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