Die würdigere Umgebung bezieht sich auf die Bundesterrasse, wo die Bäume nun «rhythmisch» angeordnet werden und der langweilige Boden einem Kunstwerk weichen muss: Gussasphalt mit Aarekies, von Hand gestreut. Das ist noch nicht alles! Stadtseitig werden der West- und Ost-Flügel des Bundeshauses aufgehübscht, indem eine Buchenhecke in den Vorhof gepflanzt wird. Das mag einige Leute ansprechen, bloss müssen dafür die haushohen Bäume gefällt werden.

Mit den zu fällenden Bäumen und der neuen, «würdigen» Umgebung des Bundeshauses hatten die Grünen der Stadt Bern ihre liebe Mühe. Sie legten Beschwerde ein. Doch diese Woche hat die Berner Regierung abgelehnt. Der Grund: Der Umbau werte die Verwaltungsgebäude auf. Den Holzfällern, Bauarbeitern und Aarekies-Streuern, die den Staat rund neun Millionen Franken kosten werden, steht nun also nichts mehr im Wege.

Schade. Zwar ist es eine Binsenwahrheit, dass Geschmäcker verschieden sind. So gefallen den einen Blumen und Bäume, andere freuen sich über hüfthohe Buchenhecken. Doch ausschlaggebend für den Umbau ist eben ein anderer Grund. Ob Hecke oder gestreuter Aarekies: Auf der neuen Unterlage hört man das Geld wohl weniger laut klimpern, das das Parlament zusammen mit der Verwaltung aus dem Fenster wirft.