Atmosphärische Störungen prägten vor einem Jahr die Swiss Indoors. Sportlich lief es zwar bestens, auch die Tennisfans in der Basler St. Jakobshalle genossen den Sport, doch zwischen den beiden Alphatieren des Turniers rumorte es gewaltig. Turnierbesitzer Roger Brennwald gegen Superstar Roger Federer lautete das Duell.

Roger Federer gegen Rafael Nadal: Das Ende des Swiss-Indoors-Finals in Basel.

Roger Federer gegen Rafael Nadal: Die letzten Momente des Swiss-Indoors-Finals in Basel.

Zum zweiten Mal spielte der Lokalmatador ohne Vertrag an seinem Heimturnier, dabei hatte Brennwald zuvor den Eindruck erweckt, alles sei wieder in Ordnung. Doch das war überhaupt nicht der Fall. Federer hatte vor dem Turnier gar erwogen, nur im Doppel anzutreten.

Einzig, weil ihm die Swiss Indoors extrem am Herzen liegen, liess er in den vergangenen zwei Jahren das Turnier nicht links liegen. Den 2012 ausgelaufenen Vertrag hatte er nicht verlängert, war mit den gebotenen Konditionen nicht einverstanden gewesen. Brennwald aber hatte geglaubt, mit dem ehemaligen Balljungen könne er alles problemlos regeln. Nur hatte er dabei übersehen, dass er es inzwischen mit einem Weltstar und nicht einem Provinzsportler zu tun hatte.

Doch Brennwald hat gelernt. Er selbst hielt sich zurück, schickte zu Jahresbeginn mit Daniel Chambon einen Mann seines Vertrauens nach Australien, um mit Federer einen neuen Vertrag auszuhandeln. Und Chambons Mission war erfolgreich. Federer unterschrieb für zwei weitere Jahre, die Fronten sind wieder geklärt. So war von Animositäten in den vergangenen Tagen in der Basler St. Jakobshalle nichts mehr zu spüren. Federer selbst erklärte noch vor dem Turnier, dass die Spannungen zwischen ihm und dem Turnierbesitzer bereinigt seien. Entsprechend mehr könne er sein Heimturnier jetzt auch wieder geniessen.

Liveticker Swiss Indoors 2015

Und so kam es in Basel zu einer perfekten Tenniswoche, ohne Störungen. Das Teilnehmerfeld war ausgezeichnet, die Fans strömten in Scharen. 71 600 Besucher kamen, ein neuer Rekord. Dazu lief es sportlich fast perfekt. Einzig das frühe Aus von Stan Wawrinka warf einen leichten Schatten.

Dafür steigerte sich Rafael Nadal von Partie zu Partie, zog die Fans immer mehr in seinen Bann. Zum krönenden Abschluss gabs dann noch den Traumfinal, zwischen zwei Konkurrenten, die beide Tennisgeschichte geschrieben haben. Bis zum letzten Ballwechsel musste Federer kämpfen, ehe er Nadal endlich in die Schranken gewiesen hatte. Es war das perfekte Ende des grössten Schweizer Sportanlasses.

Das waren die Swiss Indoors 2015, nachzulesen im Liveblog: