Café Fédéral

Die guten Vorsätze der Regierung

Von links: Bundesrat Alain Berset, Bundesrat Didier Burkhalter, Bundesrätin Doris Leuthard, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Bundesrat Ueli Maurer, Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnherr.

Das offizielle Bundesratsfoto 2016

Von links: Bundesrat Alain Berset, Bundesrat Didier Burkhalter, Bundesrätin Doris Leuthard, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann, Bundesrat Ueli Maurer, Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Bundesrat Guy Parmelin und Bundeskanzler Walter Thurnherr.

Ein neues Jahr ist da. Zeit für gute Vorsätze. Unsere Zeitung hat recherchiert, was sich die Bundesräte für 2016 vorgenommen haben.

Der neue Finanzminister Ueli Maurer will nicht mehr jedes Mal, wenn es ihn in den Beinen juckt, frühzeitig aus dem Büro spazieren, um aufs Velo zu sitzen oder neue Langlaufskier auszuprobieren. Er will sich in die Steuerdossiers hineinknien – und den Kritikern beweisen: Er kann es besser als die Vorgängerin. Alain Berset tritt in Maurers Sportschuhe und zeigt, wie jeder Einzelne dazu beitragen kann, die Gesundheitskosten zu senken. Er hat sich neben dem Fitness-Abo das Kochbuch «Darmgesund» gekauft.

Der neue Verteidigungsminister Guy Parmelin will den Angehörigen der Armee neben Militärbiscuits und -schokolade künftig auch ein Tetrapak Waadtländer Traubensaft als «Zwipf» anbieten. Doris Leuthard will wiederum Parmelin den Tesla als Dienstwagen aufschwatzen. Falls ihr das nicht gelingen sollte, fährt sie künftig mit dem Zug (Neat) in die Ferien ins Tessin und sattelt dort auf ein E-Bike um.

Didier Burkhalter besucht je drei Stammtische in der Ost- und Zentralschweiz und erklärt dort, wieso er ein Rahmenabkommen mit der EU abschliessen will. Am Ende des Jahres soll das Argumentarium so geschliffen sein, dass er damit eine Abstimmung gewinnen kann. Johann Schneider-Ammann setzt weiterhin auf runde Tische, um sich nicht dem Vorwurf der Untätigkeit auszusetzen. Anstatt viermal finden diese nun zwölfmal pro Jahr statt.

Über die Mühen ihrer Kollegen kann Simonetta Sommaruga nur lachen. Sie hat sich fürs nächste Jahr vorgenommen, endlich wieder einmal vier Tage Ferien am Stück zu nehmen.

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