Tourismus

Die Branche ist endlich aufgewacht

Jetzt haben sie es also gemerkt, die Tourismus-Fachleute. Dass sich Skiferien in den vergangenen Jahren zu einem Luxus-Produkt entwickelt haben.

Sie haben gemerkt, dass die gewöhnlichen Kunden abgehängt wurden. Dass diese ihr Interesse verloren haben, viel lieber im Winter «all inclusive» in die Wärme flogen. Oder zu Hause blieben, unter der Nebeldecke. Ihre Kinder, den zukünftigen Kunden, haben die Schönheit der Berge nie erfahren können, das sanfte Gleiten auf den Pisten nie gespürt.

Es hat gedauert. Doch nun haben die «in den Bergen» es auch gemerkt. Dass viele Schweizer Kunden ihnen trotz billigeren Angeboten die Treue gehalten haben. Mehr bezahlt haben für ein Angebot, das nicht immer besser war, wo die Bedienung nicht immer die Freundlichste war und wo man nicht immer den Skipass gratis erhielt.

Jetzt erwarten die Kunden nicht das grosse Dankeschön, sondern einfach faire Preise. Das Preis-Leistungs-Verhältnis kann noch viel besser werden. Es kann nicht sein, dass für eine Familie ein Skitag zum Armutsrisiko wird. Und dafür noch ein trockenes — dafür kaltes — Cordon bleu mit abgehangenen Pommes frites serviert wird.

Jetzt erwarten die Kunden auch, dass ihnen geholfen wird, wenn es um den Einstieg in die Faszination des Schneesports geht. Es kann nicht sein, dass eine Skiausrüstung mehrere tausend Franken kostet, dass eine Woche Ski-Unterricht auf über tausend Franken pro Kind zu stehen kommt, inklusive Skipass. Das Umdenken, dass in den Köpfen der Touristiker stattgefunden hat, muss also auch «in den Bergen» seine Fortsetzung erfahren. Sonst bringen auch die tollsten Werbespots nichts mehr.

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