Star Wars

Darauf haben wir sehnlichst gewartet

Thumb for 'C3-PO, R2-D2 und die Stormtrooper auf dem Roten Teppich: Weltpremiere des neuen «Star Wars»-Streifens am 14. Dezember in Los Angeles.'

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Um Erfolg zu haben, muss ein Film heute vor allem etwas sein: eine Fortsetzung. Mit Originalität werden kaum noch Tickets verkauft. Auch die «Star Wars»-Reihe ist nun mit «The Force Awakens» schon bei Teil 7 angekommen.

Um Erfolg zu haben, muss ein Film heute vor allem etwas sein: eine Fortsetzung. Mit Originalität werden kaum noch Tickets verkauft. Kein Wunder: Als Zuschauer wollen wir wissen, wie es mit unseren Lieblingsfiguren und Helden weitergeht. Deshalb sind bei uns der neue Bond, «Minions» und «Fast & Furious» die drei grössten Kinohits des Jahres.

Irgendwann ist es aber des Guten zu viel. Die Superheldenflut des Filmstudios Marvel beispielsweise droht uns langsam zu ertränken. 12 Filme um Iron Man, Hulk und Co. sind bisher erschienen, 11 weitere sind schon angekündigt. Zu viele. Die Luft ist längst raus.

Auch die «Star Wars»-Reihe ist nun mit «The Force Awakens» schon bei Teil 7 angekommen, eine ganze Trilogie wird in den nächsten Jahren folgen. Muss das sein? In diesem Fall: Ja! Denn «Star Wars» hat bei den Zuschauern etwas gutzumachen. Fans wie ich haben Regisseur George Lucas nie verziehen, dass er in den Nullerjahren seine einst von uns verehrte Schöpfung entweihte: Seine drei modernen «Star Wars»-Filme waren lieblose Spektakel aus dem Computer. Für Fans ein Stich ins Herz.

Doch nun flammt zwischen «Star Wars» und seinen Fans wieder Liebe auf. George Lucas hat seine Rechte verkauft, und sein Nachfolger J. J. Abrams – selbst ein Fan – hat das einzig Richtige getan: Er hat «The Force Awakens» mit all jenen Elementen gespickt, welche die alten «Star Wars»-Filme so bezaubernd machten. Ich hatte im Kino Herzrasen, habe gelacht, geweint – und endlich wieder mitgefiebert. Der Film ist wie ein grosses Pflaster auf eine Wunde. Nun müssen die kommenden «Star Wars»-Fortsetzungen aber auch Neues bieten. Sonst reisst die Wunde wieder auf – und «Star Wars» blutet aus.

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