Kommentar

Clintons zu frühe Freude auf Trump

Bernie Sanders (links), Hillary Clinton und Martin O’Malley bleiben sachlich während der TV-Debatte der Demokraten in Manchester.

Bernie Sanders (links), Hillary Clinton und Martin O’Malley bleiben sachlich während der TV-Debatte der Demokraten in Manchester.

Hillary Clinton freut sich bereits auf den Wahlkampf gegen Donald Trump. Clinton hat den führenden Republikaner in den vergangenen Tagen wiederholt heftig kritisiert – als kämpfe sie bereits um Stimmen gegen den Multi-Milliardär mit dem grossen Maul.

Doch Clinton sollte sich nicht zu früh freuen. Erstens ist sie noch lange nicht die Bannerträgerin ihrer Partei.

Vor acht Jahren wies die Demokratin ähnlich grossen Vorsprung auf einen innerparteilichen Konkurrenten auf – bekanntlich besiegte dieser sie nicht nur um die Herzen der Demokraten.

Im November 2008 gewann Barack Obama auch die Präsidentenwahl. Nun ist Clintons neuer Herausforderer, Bernie Sanders, kein zweiter Obama. Aber der Senator aus Vermont ist nicht zu unterschätzen.

Zweitens weiss niemand, ob der populäre Donald Trump im Juli 2016 am Parteitag der Republikaner überhaupt zum Kandidaten gekrönt wird. Falls Trumps Kandidatur implodieren sollte, stünden seine Erben bereit – und die wären nicht nur viel jünger als Trump oder Clinton, sondern sprächen auch ganz andere Bevölkerungsschichten an.

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