Pizza-Tour

Jeder reist auf seine Weise

Genua ist ein Paradies für Fans von Individual-Abenteuerferien

Genua ist ein Paradies für Fans von Individual-Abenteuerferien

Der heutige Blog kommt ausgerechnet aus dem Hotel Helvetia in Genua. Nicht Heimweh sondern Zufall! Die Fahrt über die Via Aurelia im dichten Sonntagsverkehr hätte aber durchaus Heimweh auslösen können. Ganz im Gegensatz zum faszinierenden Genua.

Sonntag, 9. September. Nicht alle unsere Zeitgenossen haben Verständnis für unsere Pizza-Tour. Das wissen wir. In dem Alter als radelnde Rucksacktouristen durch Italien fahren? Wie kann man nur? Und der Garten zu Hause?

Uns sind solche Meinungen egal. Wir geniessen nach wie vor jeden einzelnen Tag und freuen uns immer wieder, dass wir das alles zusammen erleben können. Es ist uns aber auch bewusst, dass unser Apulien-Abenteuer nicht jedermanns Sache ist und nicht jedermanns Sache sein kann. Jeder reist so, wie es ihm entspricht. Der eine individuell mit dem Auto, Motorrad oder eben Velo, der andere hat es lieber durchorganisiert und «all included».

In welche Kategorie gehören die Kreuzfahrtschiffpassagiere?

Ich habe mich im gestrigen Blog mit einer kleinen «Reisenden-Typologie» versucht. Heute, angesichts all der Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Genua, merke ich, dass sich da eine Ergänzung aufdrängt: Zu den Reisenden, die eigentlich gar nicht verreisen wollen, gehören wohl auch die Kreuzfahrtschiff-Passagiere: Sie haben ihre «Stube», sprich Kabine, und ihre gewohnte «Küche», sprich Köche, die auf die nationalen Vorlieben der Reisegruppen eingehen. Und trotzdem können sie gleichzeitig etwas «grosse, weite Welt» schnuppern. Es kann kein Zufall sein, dass die Kreuzfahrtschiffe bei den Italienern besonders beliebt sind. Die Welt anschauen, auch wenn es nur die mediterrane Welt ist, und dabei garantiert täglich italienisch essen - was will man mehr?

Hauptsache, man reist

Man mag mir nun vorwerfen, dass ich mich über die Gruppenreisenden im Allgemeinen und die Italiener im Besonderen lustig machen wolle. Nein, das will ich nicht. Nur schon den Mut zu haben, in bisher unbekannte Gegenden zu verreisen, ist etwas Positives. Ob in Gruppen oder individuell ist eine Frage der Vorlieben und der Möglichkeiten die man hat. Bevor man sich eine Weltanschauung zulegt, sollte man die Welt anschauen. Ich versuche bloss ihre Beweggründe zu verstehen. Tun das auch all jene, die finden, wir Seniorendistanzradler hätten eine Schraube locker?

Unser heutiges Auf und Ab über die Via Aurelia in Zahlen: Cavi di Lavagna - Genua, 52 km, 892 Hm

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1