Dienstag, 10. Juli. Die italienische Mode ist seit je her auch bei uns stilgebend - wenn auch mit etwas Zeitverzögerung und mit gewissen nordalpinen Verwässerungen. So hat sich etwa das in Italien schon seit ein paar Jahren beliebte rosarote Poloshirt bei uns zumindest in der heterosexuellen Männerwelt nicht durchsetzen können. Ein anderer Modetrend wird aber mit Bestimmtheit auch über die Alpen schwappen: Die Umhängetasche. Sie wird hier grundsätzlich über jedem Outfit getragen, vom Businessanzug bis zur Badehose.

Welche Grösse ist richtig?

Der modebewusste Nordeuropäer tut deshalb gut daran, sich rechtzeitig auf diesen Trend einzustellen. Neben der Wahl von Farbe, Form und Material steht dabei die Grösse der Tasche im Vordergrund, denn vom Handy-Etui-Plus bis zur Aktentaschengrösse ist alles zu haben und zu sehen. Wer bei der Grössenwahl richtig liegen will, sollte sich deshalb rechtzeitig überlegen, was er täglich unterwegs dabeihaben will und muss:

  • Taschentücher
  • Geld und Plastikgeld - ist in der stabilen Echtledertasche mindestens so sicher wie in der Gesässtasche.
  • Handy
  • Zigaretten und Feuerzeug - sofern man Raucher ist. (Kann man heute noch stilbewusst UND Raucher sein?)
  • Notkondom
  • Schlüsselbund

Selbstversuch wirft Fragen auf

Was noch? Um diese Frage zu beantworten, habe ich einen Selbstversuch gestartet und in eine eher kleinere, schwarze Umhängetasche investiert. Sie enthält in der Regel Geld, Schlüssel, Taschentücher und Handy. Auf den Notkondom kann ich aufgrund des Zivilstands und des hochsommerlichen Klimas verzichten, was aber nur minimalen Einfluss auf den Platzbedarf hat. Manchmal ist da auch die kleine Digicam drin. Trotzdem fühlt sich die Tasche meistens ziemlich leer an.

Was mache ich nur falsch? Was sollte ich noch unbedingt dabei haben wollen, um ein stilbewusster Mann von heute zu sein? Weiss jemand Rat?