Dienstag, 25. September. Ich stelle mir das schon etwas stressig vor: fast ein halbes Jahr lang, einen Blog unter Aargauerzeitung.ch nicht lesen zu wollen. Man weiss ja nie genau, hinter welchem Titel im News-Ticker sich nun der Pizza-Tour-Blog verbirgt. Ein falscher Klick - und schon ist man am Lesen. Nun geht der Stress für Gotthard Andermatt vorbei. Dies ist mein letzter Pizza-Tour-Blog.

Nun gibt es aber ein kleines Problem. Weil Herr Andermatt meine Blogs ja gar nicht liest, merkt er wahrscheinlich nicht, dass nun Schluss ist und versucht weiterhin krampfhaft, Blogs, die nach Pizza-Tour aussehen, nicht anzuklicken. Das habe ich nicht gewollt. Deshalb: Wenn zufälligerweise jemand einen gewissen Gotthard Andermatt kennen sollte, möge er ihm bitte ausrichten, dass er aufatmen kann. Der «Gysis-Blog-nicht-lesen-wollen-Stress» ist vorbei!

Etwas Statistik

Zum Abschluss nun noch ein paar weniger ernste Themen. Zuerst etwas Statistik: Seit Mitte April sassen wir an 92 Tagen im Velosattel und legten dabei 5076 km zurück. Eigentlich ist das gar nicht so viel, es entspricht nicht einmal ganz 300 Mal meinem ehemaligen Arbeitsweg von Lupfig nach Aarau.

Wir bewältigten dabei 38842 Höhenmeter. Dies entspricht 1079 Besteigungen des Aussichtsturms auf dem Maiengrün. Aber, wer ist schon so blöd und steigt 1079 Mal...?

Keinen einzigen Platten

Wir hatten auf diesen 5076 Kilometern beide je einen Unfall - gleichzeitig aber unabhängig voneinander (Ausrutschen auf glitschiger Strasse). Abgesehen von diesem Unfall betrug die Anzahl der Platten und anderer Velodefekte 0.

Das Wetter war auf der Hinfahrt unüblich kühl, während des Aufenthalts in Apulien so heiss wie dort üblich und auf dem Rückweg unüblich schön (ein Regentag).

Allen zu empfehlen

Fazit: Die ganze Pizza-Tour war ein tolles, eindrückliches Erlebnis. Die Erwartungen vor der Tour wurden in jeder Beziehung übertroffen. Wir können diese Art, ein Land wirklich kennen zu lernen, allen empfehlen, welche die Möglichkeit dazu haben. In Italien ist dies besonders einfach: Viele verkehrsarme Strassen, schöne, vielfältige Landschaften, Kultur und Geschichte an jeder Ecke, tolles Essen, Velofahrer sind dort beliebt und geachtet, ein im Vergleich zur Schweiz mindestens 30% tieferes Preisniveau - für uns «het alles gschtemmt»!

Wir danken allen Blog-Leserinnen und Lesern für ihr Interesse und ganz speziell den zahlreichen Kommentar-Schreiberinnen und Schreibern für ihre witzigen, interessanten und liebevollen Bemerkungen. Diese Kommentare bedeuteten für uns - neben dem Telefonieren und Skypen mit den Angehörigen - den Draht zur Heimat, den wir sehr geschätzt haben.