Zugegeben: Ich nutze sie, die sozialen Medien. Vor allem, weil ich neugierig bin und wissen möchte, was die anderen treiben, was sie alles zu sagen haben.

Heute nutzen auch Unternehmen die verschiedenen Online-Plattformen wie Facebook, Twitter oder Youtube. Sie wollen den Kontakt mit ihren Kunden pflegen, und sie beraten. Die Unternehmen nutzen die sozialen Medien auch, um neue Mitarbeitende zu rekrutieren, um Geschichten und unternehmensrelevante Themen zu verbreiten.

Doch: Eine einziger falscher Klick – und schon haben die Firmen den Salat. Sie werden zur Zielscheibe von erzürnten Nutzern – das Image kriegt Kratzer ab. Rückendeckung geben dabei Social-Media-Richtlinien und Regeln. Wie eine Umfrage der «Nordwestschweiz» bei den 41 grössten und bekanntesten Unternehmen zeigt, verfügen 85 Prozent der Firmen über einen solchen Leitfaden. Die anderen verlassen sich auf ihre Mitarbeitenden.

Ob mit oder ohne Richtlinien – es bleibt eine heikle Gratwanderung: Auf den sozialen Medien vermischt sich Privates mit Beruflichem. In diesem Wirrwarr den Durchblick zu halten, ist für Firmen nicht nur schwierig, sondern rechtlich nicht klar durchsetzbar. Deshalb ist es wichtig, die Mitarbeitenden auf die Risiken von sozialen Medien hinzuweisen. Doch ob man so einen Image-Gau vermeiden kann, ist alles andere als sicher.

carla.stampfli@azmedien.ch