Für die Abstimmung am 24. November wollen Blocher und die SVP rund 3 Millionen Franken aufwerfen. Warum ist das Blocher so wichtig?

Wer Blocher verstehen will, muss wissen, woher er kommt. Seine ersten politischen Sporen verdiente er nicht mit dem Kampf gegen den EWR ab, sondern als Familienpolitiker. Monatelang zog er 1985 als Referendumsführer gegen das heutige Eherecht durchs Land und kämpfte für die Beibehaltung des alten Eherechts. Wofür kämpfte Blocher?

«Der Ehemann ist das Haupt der Gemeinschaft. Er bestimmt die eheliche Wohnung. Der Ehemann ist der Vertreter der Gemeinschaft. Der Ehemann verwaltet das eheliche Vermögen. Die Ehefrau steht dem Manne mit Rat und Tat zur Seite und hat ihn in seiner Sorge für die Gemeinschaft nach Kräften zu unterstützen. Sie führt den Haushalt. Die Ehefrau hat in der Fürsorge für die laufenden Bedürfnisse des Haushaltes die Vertretung der Gemeinschaft neben dem Ehemann. Ihre Handlungen verpflichten den Ehemann. Mit ausdrücklicher oder stillschweigender Bewilligung des Ehemannes ist die Ehefrau befugt, einen Beruf oder ein Gewerbe auszuüben. Verweigert der Ehemann die Bewilligung, so kann die Ehefrau vom Richter zur Ausübung ermächtigt werden, wenn sie beweist, dass dies im Interesse der ehelichen Gemeinschaft oder der Familie geboten ist.»

So lautete wortwörtlich das alte Eherecht. Das fand Blocher besser als das heutige. Das hat er nie zurückgenommen. Noch 2003 sagte er: «Ich bin noch heute der Meinung, dass bei Uneinigkeit der Eheleute der Mann die finanzielle Verantwortung für den Unterhalt der Familie tragen soll.» Dafür steht Blochers Familienpolitik. Das und nichts anderes ist noch heute das ideologische Fundament der Herdprämie der SVP-Familieninitiative.