Mehr noch: Der Chef der drittgrössten Schweizer Bank klärt uns darüber auf, dass wir in Bezug auf die USA bereits einem «automatischen, einseitigen Informationsaustausch» zugestimmt haben, notabene «ohne dass wir im Gegenzug irgendetwas erhalten würden».

Die Diskussion um den automatischen Informationsaustausch ähnelt frappant der Diskussion um den EWR. Beides darf man in der Schweiz nicht denken. Wer Alternativen zur Abgeltungssteuer diskutiert, gilt als Nestbeschmutzer. Pierin Vincenz beeindruckt das nicht. Und das ist gut so.

Ebenso ist es in der Politik. Weil Umfragen eine erdrückende Mehrheit für den bilateralen Weg an die Wand malen, wird jeder, der auch nur ansatzweise Alternativen ausspricht, zum Schweigen gebracht. Das erfährt im Moment CVP-Präsident Christophe Darbellay. Aber die Rechnung der Zauderer und Denkverbieter wird nicht aufgehen.

So wie Doris Leuthard nach Fukushima das Denkverbot in Bezug auf Alternativen zur Atomenergie ausgehebelt hat, könnte die CVP-Bundesrätin auch diesmal das Denkverbot in Bezug auf den EWR aushebeln. Weil sie als pragmatische Verkehrs- und Energieministerin bei Fluglärm und Stromhandel nicht ewig durch Denkverbote blockiert sein will.

Wer Lösungen will, denkt immer weiter. Wie Vincenz.