Café Fédéral

Der Adler, die Mode und das Parlament

Der Nationalrat während der Eröffnung der neuen Legislatur.

Der Nationalrat während der Eröffnung der neuen Legislatur.

Die erste Session der neuen Legislatur ist vorbei. Besonders aufregend war sie für 54 Parlamentarier, die das Bundeshaus zum ersten Mal als Volksvertreter betraten. Auch die ausgebufften Politfüchse mussten sich an neue Umstände gewöhnen.

Ein augenzwinkernder Rückblick.

Roger Köppel (SVP, ZH) mag ein guter Schreiber sein, ein eleganter Schreiber ist er nicht. Jeder Bürolist tippt gekonnter als er mit seiner «Adlertechnik», wie wir spätestens seit seiner bereits legendären Arbeitssession während Widmer-Schlumpfs-Abschiedsrede wissen.

Modetechnisch hat sich einiges getan im neuen Parlament: Neo-Nationalrätin Regine Sauter (FDP, ZH) sticht bereits am allerersten Tag aus der Menge – in einem knallroten Kleid. Gerüchteweise erkundigten sich linke Ratskollegen nach ihrem Schneider. Und auch Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli wagt Neues: Er beweist, dass er noch einen anderen Anzug im Schrank hat!

Bitter ist die neue Legislatur für diejenigen, die gegen ihren Willen nicht mehr im Parlament sein dürfen. Wenigstens besitzen sie noch einen lebenslangen Zutritt ins Bundeshaus – wovon manche auch rege Gebrauch machen. So wurden rund um die Bundesratswahlen Urs Schläfli (CVP, SO), Roland Borer (SVP, SO), Dominique Bättig (SVP, JU) und Yvonne Gilli (Grüne, SG) in der Wandelhalle gesichtet.

Man könnte meinen, es seien die Neuen, denen die erste Session wie eine ganze Legislatur vorkam. Doch weit gefehlt: FDP-Frau Doris Fiala, immerhin Nationalrätin seit 2007, versandte am Donnerstag ein Communiqué. Titel: «Erste Legislatur nach den Wahlen.»

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