Zwar könnte die Ausgangslage kaum langweiliger sein: Die beiden bisherigen Ständeräte Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) treten gegen einen aussichtslosen Kandidaten an. Bruno Moser (parteilos) hat im ersten Wahlgang etwas mehr als 4000 Stimmen geholt.

Luginbühl machte gut 38 Mal mehr Stimmen (über 150 000), Stöckli etwa 36 Mal mehr (über 144 000).

Doch das ist nicht der Punkt. Moser will den Wählern eine Auswahl geben. Es heisst ja schliesslich Wahlen.

Und nachdem die ernsthaften Herausforderer Albert Rösti (SVP), Claudine Esseiva (FDP) und Marianne Streiff-Feller (EVP) sich zurückgezogen haben, würden die amtierenden Ständeräte Luginbühl und Stöckli in stiller Wahl wiedergewählt.

«Die Wahl haben» ist bei einem aussichtslosen Kandidaten etwas hoch gegriffen. Doch Politik ist überbewertet. Auch die läppischen 500 000 bis 700 000 Franken, welche die Berner für die Wahl berappen müssen, sollten bei solch staatstragenden Fragen nicht ins Gewicht fallen.

(Das Geld kommt ja womöglich direkt aus dem nationalen Finanzausgleich.)

Doch eben: Die Demokratie darf einem ruhig auch etwas wert sein. Und seine Chancen seien intakt, sagt Moser. Er verfüge bloss über ein wesentlich kleineres Budget als seine Konkurrenten. Diese sollten ihm übrigens dankbar sein.

Schliesslich hätten BDP und SP – sollten ihre Kandidaten gewählt werden – dann endlich mal wieder Grund zum Feiern.