Aber die Skifahrer dürfen nicht kiffen. Denn der Konsum von Cannabis ist gemäss Dopingreglement untersagt.

Vom Hanf-Verkauf profitiert die ganze Region. Der Staat von hohen Steuereinnahmen (rund 70 Millionen Dollar pro Jahr) und die Verkäufer vom stetig steigenden Umsatz. Fast 600 Millionen Dollar soll die Industrie in einem Jahr durch die Cannabis-Verkäufe umsetzen.

Auch in Vail boomt das Geschäft. Der Shop Roots RX verkauft des Kiffers liebstes Gras in allen Variationen. Auf der Homepage gibt es detaillierte Beschreibungen über Geschmack und Wirkung der verschiedenen Sorten.

Und vor Ort erklärt das Personal mit viel Passion die Kraft des Krautes. Ein Gramm kostet rund 12 Dollar, die Beratung ist gratis, die Wirkung garantiert.

Mit der Ski-WM und den dadurch zu erwartenden Fans aus aller Welt erhoffen sich die Geschäftsführer von Roots RX neue Kunden und haben dafür einen speziellen Service gestartet. Per Telefon kann jedermann oder jede Frau eine Stretchlimousine ordern, die direkt ins Hotel kommt. Alles gratis. Die Fahrt ins Geschäft und eine kleine Ausfahrt auf dem Weg zurück, um die gekauften Waren zu lauter Musik zu geniessen. Inseriert wird für das Angebot in den Zeitungen der Region. Bei Anruf Gras.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Bei Native Roots gibts während der WM ein «Ski world championship special». Beim Kauf von zwei Sorten bekommt der Kunde die gleiche Menge einer weiteren Mischung gratis dazu. Und wer ein medizinisches Attest mitbringt, zahlt nur die Hälfte. Nur den Skifahrern hilft auch der Arzt nicht. Es bleibt verboten.