Kommentar

Wohler Widerstand gegen 5G: Gut gemeint, aber nutzlos

5G-Antenne auf einem Getreidesilo in der Trifoore. (Bild: zvg)

5G-Antenne auf einem Getreidesilo in der Trifoore. (Bild: zvg)

Der Wohler SP-Grossrat Thomas Leitch hat eine kritische Interpellation zum Thema 5G eingereicht und sein Wohler Grossratskollege Harry Lütolf von der CVP sich sogar vehement für ein Aargauer Moratorium zur neuen Technologie starkgemacht. Die Gemeinde Wohlen, der SP-Grossrat Arsène Perroud vorsteht, liess letzte Woche verlauten, sie werde die fünf laufenden 5G Baugesuche bis auf weiteres sistieren.

Die neue Technologie ist für die Politiker in der Freiämter Metropole ganz offensichtlich ein grosses Thema. Nicht nur für sie. Auch aus der Bevölkerung sind immer wieder kritische Stimmen zu hören. Man traut dem Ganzen nicht und hat Angst vor gesundheitlichen Auswirkungen, welche die stärkere Strahlung allenfalls mit sich bringen könnte.

Es ist durchaus lobenswert, wenn Politiker Ängste und Bedenken der Bevölkerung aufnehmen. Doch die 5G-Technologie ist keine lokale Angelegenheit, 5G wird weltweit zum Einsatz kommen.

Ergo ist das, was die Wohler Politiker da inszenieren, letztlich völlig nutzlos. Was bringt es, wenn Wohlen 5G verbietet, in Niederwil, Waltenschwil oder Bremgarten aber solche Antennen gebaut werden? Was bringt es, wenn der Aargau sagt: «Stopp 5G», in den Nachbarkantonen aber mun-ter aufgerüstet wird? Gar nichts. Ausser vielleicht ein paar Stimmen im laufenden Wahlkampf.

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Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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