Die UBS hat viele auf dem falschen Fuss erwischt. Sie haben von der grössten Vermögensverwalterin der Welt mehr erwartet. Doch bei aller Kritik an der Buchhaltung: Die UBS steht – acht Jahre nach dem Beinahe-Zusammenbruch und der darauffolgenden Rettung durch den Staat – auf einem soliden Fundament. Die Kapitalisierung ist besser als je zuvor.

Die Risiken wurden weitgehend abgebaut. Die Gewinne sind wieder da. Und auch das Geschäft in der Schweiz läuft.

Schwächt sich das weltweite Wachstum ab, wird es zwar auch für die UBS schwieriger. Und die Rechtsfälle werden so schnell nicht abnehmen.

Damit ist die UBS aber nicht alleine. Vergleicht man mit der anderen Schweizer Grossbank, der Credit Suisse, ist die UBS endlich wieder in ruhigerem Fahrwasser. Die CS, die am Donnerstag unter neuer Leitung die Jahreszahlen präsentiert, hat derzeit noch mehr Mühe, die Anlegergemeinde von ihrem Kurs zu überzeugen.

Die Schweizer Bankenwelt kommt trotz sanfter Landung der UBS so schnell nicht zur Ruhe. Denn nach dem Wegfall des Bankgeheimnisses und der Lösung des Steuerkonflikts mit den USA stellt sich die Frage: Was können die Schweizer Banken besser als ihre Konkurrenten?

Wo verdienen sie künftig Geld? Ist es in Asien, in China, wo es jetzt gerade gehörig schüttelt?

Liegt das Glück in den Schwellenländern, wo Korruption und Vetternwirtschaft das Geschäftsleben dominieren?

Und was ist, wenn die grossen Tech-Giganten wie Google oder Apple ernsthaft ins Bankgeschäft gehen? Diese Fragen müssen nun rasch angegangen werden.