US-Wahlen

Wie Trump noch zu stoppen ist

Immobilientycoon Donald Trump will ins Weisse Haus.

Immobilientycoon Donald Trump will ins Weisse Haus.

Bei den US-Vorwahlen zeichnet sich ab, dass Milliardär Donald Trump für die Republikaner ins Rennen um die Präsidentschaft ziehen wird. Der Kommentar.

Es stimmt schon: Für Donald Trump war der «Super Tuesday» ein Super-Tag. Er steht nun nach sieben weiteren Siegen unangefochten an der Spitze des republikanischen Feldes. Vielleicht ist es für den Möchtegern-Präsidenten aber noch zu früh, sich bereits Gedanken über die Einrichtung des Weissen Hauses und die Renovation des Oval Office zu machen.

Denn in den nächsten Wochen wird der Baulöwe im Zentrum von beispiellosen Angriffen stehen. Und sich Kritik an seinem Lebenswandel, seinem Vermögen und vor allem seinem ideologischen Rückgrat gefallen lassen müssen. Diese Kritik könnte – wie schon zuvor – am begabten Rüpel abprallen. Denn Trump ist ein begnadeter Kommunikator, der über die Schönheit seiner Hände schwärmen und Fragen über die Unterstützung rassistischer Organisationen ignorieren kann.

Die Dampfwalze könnte aber im letzten Moment noch vom Weg abkommen. Ein Indiz für diese These: In Oklahoma, einem höchst konservativen Flecken, musste Trump seinem Konkurrenten Ted Cruz den Vortritt lassen. Im benachbarten Arkansas gewann Trump mit einem Vorsprung von zwei Prozentpunkten. Warum das wichtig ist? Weil es sich bei diesen Vorwahlen um «closed primaries» handelte, um Urnengänge, an denen sich nur Parteimitglieder beteiligen durften. Und weil Interessengruppen, die in Trump einen Opportunisten sehen, in beiden Staaten viel Geld in aggressive Wahlwerbung investierten. Vielleicht hat die Partei-Elite damit endlich ein Rezept gefunden, um den unfreundlichen Übernahmeversuch des selbstverliebten Baulöwen zu stoppen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1