Gesundheitskosten bremsen

Wichtiger Schritt für Prämienzahler

Das Parlament hat diese Woche entschieden, die Franchisen um 50 Franken zu erhöhen, die Prämienregionen wie bisher zu erhalten und höhere Steuerabzüge für Versicherungsleistungen zu ermöglichen. Alles Pflästerlipolitik! So wird die Last von einem Buckel auf den nächsten verschoben: von der Krankenkasse auf den Patienten, vom Landbewohner auf den Städter und vom Prämien- auf den Steuerzahler. An steigenden Kosten ändert sich nichts.

Nun nimmt der Bundesrat die Gesundheitsakteure in die Mangel. Er will ein Kostendach für die Gesundheitsausgaben bauen. Dass sich die Betroffenen dagegen sträuben, überrascht nicht: Es geht ans Eingemachte, ums Geld. Laut Schätzungen von Experten liegt allein im Bereich der obligatorischen Krankenversicherung ein Sparpotenzial aufgrund von Ineffizienzen in der Höhe von über 6 Milliarden Franken.

Zwar wirft die Umsetzung noch viele Fragen auf. Politische Kämpfe sind programmiert. Trotzdem lohnt sich dieser Schritt. Dass sich betroffene Akteure gegen sinnvolle Änderungen wehren, ist ja gerade die Krux bei Gesundheitsreformen, die im Parlament Endlosschleifen drehen oder scheitern. Nur wenn es der Bundesrat schafft, den Druck für positive Veränderungen zu erhöhen, lassen sich die Kosten stabilisieren.

anna.wanner@schweizamwochenende.ch

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Anna Wanner

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