Hey! Ich gehe einkaufen. Brauchst du was?» Kommunikation via Whatsapp könnte so einfach sein. Aber statt einer kurzen, klaren Antwort kommt eine ausgeschmückte, 30-sekündige Sprachnachricht: «Hooi! Du bist am Einkaufen. Ich wollte auch noch gehen. Aber es wird später bei mir. Wäre toll, wenn du Kaffee bringen könntest. Diesen Bio-Kaffee, weisst du. Ah und heute Morgen habe ich die letzte Rolle WC-Papier angefangen. Kannst du das auch noch bringen? Im Denner gibt es eine Aktion, geh doch dorthin.»

Um an die Informationen zu kommen, müsste ich die Kopfhörer einstecken und mir den ganzen Monolog anhören. Je nach Länge der diktierten Einkaufsliste müsste ich sogar noch mitschreiben, damit ich später im Laden nichts vergesse. Um die Antwort zu lesen – ja, lesen! – müsste ich vielleicht nicht einmal mein Smartphone entsperren. Nun soll ich also diesen ganzen Aufwand betreiben, weil mein Gegenüber zu faul zum Tippen ist?!

Nein, ich gehe weder in den Denner noch bringe ich Kaffee und WC-Papier, weil ich unsinnige Sprachnachrichten ignoriere.