Vor einer Woche haben wir uns an dieser Stelle bei Jacques Kuhn aus Rikon bedankt. Denn der im Alter von 97 Jahren verstorbene Kuhn gilt als Erfinder des Dampfkochtopfs. Mit seiner Erfindung hat er das Kochen bedeutend schneller und einfacher gemacht.

Doch nun hat sich Walter Rymann aus Hallwil gemeldet: Den Dampfkochtopf habe nicht Jacques Kuhn aus Rikon erfunden, sondern sein Vater, Walter Rymann aus Hunzenschwil. Und zwar schon im Jahre 1945. Rymann junior behauptet nicht nur, er liefert auch gleich die Belege dazu: Ein Dokument aus dem Jahre 1945, das den Namen «Dako» für Dampfkochtopf schützt, sowie die Patentschrift aus dem Jahre 1946 zum Dampfkochtopfverschluss. Leider aber habe die Firma Rymann Söhne AG den Dampfkochtopf nicht zur Marktreife gebracht. So kam es, dass schliesslich Kuhn Rikon das Rennen machte und die kochende Schweiz einmütig vom «Duro» sprach, wenn sie den Dampfkochtopf meinte.

Wir aber wissen jetzt, dass es richtig «Dako» heissen müsste. 

Wir sind Herrn Rymann junior grundsätzlich für diese Richtigstellung dankbar. Das Aargauer Herz erfreut sie aber noch speziell, weil sie bestätigt, was wir längst vermutet haben: Viele der wirklich wichtigen Erfindungen der Zivilisation stammen aus dem Aargau. Denken wir doch nur schon etwa ans Birchermüesli, an den Würfelzucker, den Klettverschluss – oder eben – an den Dampfkochtopf.

Vielleicht sollten wir uns bemühen, dass im Rahmen der anstehenden Lehrplanrevision der Begriff «Dampfkochtopf» fächerübergreifend durch das griffige «Dako» ersetzt wird. Es wäre eine Reverenz an den ersten Erfinder des Dampfkochtopfs, den Hunzenschwiler Walter Rymann, der dieses Jahr 99 Jahre alt geworden wäre.