Schon wieder, ist man versucht zu sagen. Gestern Morgen stürzte ein PC-7 der Schweizer Luftwaffe ab. Über das Schicksal des Piloten liegen noch keine Angaben vor.

Die tragischen Unfälle der Luftwaffe häufen sich in immer schnellerer Folge. 2011 stürzte ein Super Puma ab. 2013 zerschellte eine F/A-18 (zwei Tote). 2015 stürzte eine F/A-18 ab. Und 2016 ging als schwarzes Jahr in die Geschichte der Luftwaffe ein: Ein F5-Tiger-Kampfjet, ein F/A-18-Kampfjet und ein Super Puma zerschellten (drei Tote).

Wer sich mit der Erklärung begnügt, es sei kein Muster für die vielen Unfälle erkennbar, macht es sich zu einfach. Das schrieb die «Nordwestschweiz» schon am 1. Oktober 2010 – und betonte: «Vielmehr sollte die Armee dringend der Frage nachgehen, ob nicht irgendwo der Wurm drinsteckt.» Im internen Klima der höchsten Armeeoffiziere etwa. Mit den Berichten über Flugzeug-Abstürze häuften sich in den letzten Jahren auch die Fälle von Intrigen bei den Armeekadern. Indiskretionen führten zum Ende von Bodluv. Und Ende 2016 stellte das VBS Oberfeldarzt Andreas Stettbacher frei. Er solle, so der Verdacht, strafbare Handlungen gegen das Vermögen der Armee begangen haben. Heute deutet einiges darauf hin, dass es nie zu einer Anklage kommen wird.

Das Intrigenklima in den höchsten Armeekreisen hatte schon Ueli Maurer verärgert. Auch Guy Parmelin, dem Nachfolger als Verteidigungsminister, missfällt es, besagen Gerüchte. Die Sonntagsmedien schrieben, er bereite – nach zwei Jahren – einen Departementswechsel vor. Klar scheint: Eine Untersuchung des Klimas in Armee-Berufskreisen wäre nötig. Doch das ist Chefsache. Oder etwa nicht, Herr Parmelin?

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