Turgi

Vorbild für andere Gemeinden

Vom Sorgenfall zum Wunderkind innert zweier Jahre: Die Gemeinde Turgi hat in kürzester Zeit aus einem Minus von 2 Millionen Franken ein Plus von fast 3 Millionen gemacht.

2 Millionen Franken betrug das Defizit in Turgi vor zwei Jahren. Eine enorme Summe für das 3000-Seelen-Dorf, die umgerechnet 33 Steuerprozenten entspricht. Statt es sich leicht zu machen und einfach den Steuerfuss zu erhöhen, haben Turgis Gemeinderat und Verwaltung zuerst bei sich selber gespart, jeden Rappen zweimal umgedreht und beispielsweise die Zahl der Drucker gesenkt.

Ausserdem wurden säumige Steuerzahler rigoros betrieben und Alimente konsequent eingefordert. Aus dem Millionen-Defizit sind auf diese Weise wieder schwarze Zahlen geworden, 2018 resultierte dank Sondereffekten gar ein Millionenplus.

Viele Gemeinden kämpfen mit angespannten Finanzen, schnell wird jeweils die Forderung nach höheren Steuern laut. Turgi hingegen beweist, dass es auch anders geht, und dient somit als Vorbild für andere Gemeinden: Der Haushalt kann auch saniert werden, indem das Sparpotenzial ausgeschöpft und Geld konsequent eingetrieben wird. Und dies alles, ohne dass wichtige Dienstleistungen gekürzt wurden und die Bevölkerung unter Einsparungen leiden müsste.

pirmin.kramer@chmedia.ch

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