Im Herbst ’15 schoss der Ex-Schauspielhaus-Dramaturg via FAZ eine Salve gegen die Schweiz ab: alles am Arsch hier. Nun empört sich Frey, dass Bärfuss doppelt bestraft wurde: Nicht nur mangelnde politische Analysefähigkeit, sondern auch schlechte Schriftstellerei werfe man ihm vor.

Den Schluss ihres Editorials wollen wir lesen, indem wir daran denken, dass Frey sich per Einsprache heftig gegen den Einzug einer «Spar»-Filiale ins Schauspielhaus-Gebäude wehrt: «Die Angstreaktion spricht für kein allzu grosses politisches Selbstbewusstsein hierzulande. Und sie ist eine Bestätigung dafür, dass es weiterhin selbstverständlich sein muss, dass sich die Kunst in die Politik einmischt, damit sich diese nicht verbarrikadiert. Sonst wäre sie genau das, was so mancher Politiker eben der Kunst vorwirft: Sie wäre elitär und selbstbezogen und damit weltabgewandt.»

Nebenbei: Eben präsentierte Frey ihre Bilanz. Im «Pfauen» schaffte sie es 2014/2015 auf eine Auslastung von 55 Prozent.